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  • Dr. Kathrin Büke
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    als Antwort auf: Akne #2738

    Hallo liebe Frau Richter,
    bezüglich Schüßler schlage ich auf Grund der beschriebenen Antlitzzeichen als Basissalze 9+10 vor 2×10 von jeder Sorte (morgens und abends. Zusätzlich Basica Plv. 1xtgl.
    Ggf. zur Stoffwechselentlastung Salz 6+10.
    Medizinische Reinigung Sagella oder Lactatcyd derma
    Medizinische Pflege – ich würde eine Individualrezeptur einsetzen:

    Zinkoxid 1g pH> 6 n.i.
    Dexpanthenol 5g pH 3-7 n.i.
    Jojobaöl 5,0 –
    Glycerol 10g pH 6,5-8,5
    Aqua 15,0
    Basiscreme DAC 64,0 pH 5,0-6,5 n.i.

    Konservierungsmittel Propylenglykol 64,0 g=12,8 % in Wasserphase? ggf. mit Propylenglykol auffüllen
    Mindestkonzentration für mikrobielle Stabilität 15%
    Quelle: „Apothekenrezeptur und Defektur“; K. Thoma; S. 3/28 DAV
    pH Schnittmenge suchen: Zubereitung auf pH 6 einstellen
    ggf. mit Citronensäure/ Citrat – sauer
    ggf. mit Trometamol – basisch

    Über die rationelle und galenische Plausibilitätsprüfung sprechen wir beim nächsten Treffen am 6.12. und können es gern am Beispiel dieser Rzp aufrollen.

    Für hartnäckige Stellen Aknichtyol soft.
    Topisch, wenn gewünscht auch Schüßler Salze 3 und 4 oder/ und Apfelessiglösung.
    Gemäß Hautzustand gegenwärtig KEIN PEELING!
    Das Ihr Patient keine Steroide nimmt lassen wir mal noch offen! Warum?
    1. Die Lokalisation bei Erstmanifestation lässt Zweifel aufkommen.
    2. Leider können wir auch nicht mehr feststellen, ob am Anfang Komedonen waren oder erst Pusteln, denn bei einer Steroidakne ist der Verlauf der Effloreszenzen genau in umgekehrter Abfolge zur Akne vulgaris.

    Hat Ihr Patient zu einem anderen Zeitpunkt z.B. in der Hautklinik Medikamente gegen Akne bekommen? Dann besteht auch die Möglichkeit, dass es sich um eine gramnegative Follikulitis handelt deren Ursache häufig in einer anhaltenden antimikrobiellen Therapie liegt. Diese wiederum unterscheidet sich von der Akne dann tatsächlich durch die Abwesenheit von Komedonen.
    Ein Foto wäre daher wirklich gut, denn etwas stimmt an diesem Fall nicht!
    Zwar zeigt Akne ein polymorphes Hautbild, aber ohne Komedonen, das ist aus meiner Sicht mehr als ungewöhnlich bzw. wird in keiner Literaturquelle beschrieben.

    Beste Grüße und ein schöne WE wünscht Ihnen

    Kathrin Büke

    Dr. Kathrin Büke
    Administrator
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    als Antwort auf: Vaginalpilz #2736

    Derma-Consulting
    Hallo Frau Peters,
    den Ansatz mit Nystatin, Aufbaukur und dem Entzug von KH finde ich gut. Bei Vaginalpilz aber nicht nur an die erregerhemmende Lokaltherapie denken, sondern v.a. das Immunsystem stärken (Zinkhistidin + Schüßler 3+21). Antlitzzeichen hinsichtlich Übersäuerung oder Leberbelastung prüfen. Auch an die Verknüpfung von fein- und grobstofflichen Verbindungen denken, um den Therapieerfolg zu optimieren. Ein Candida ist gleichzeitig auch immer als Symptom zu lesen und daher sollte hinsichtlich möglicher Ursachen etwas genauer geschaut werden. Gibt es Medikamente oder Begleiterkrankungen, die ein Rezidiv untermauern? Wie alt ist Ihre Patientin? Eventuell ist es auch eine Folge einer veränderten Scheidenflora, getriggert durch AM, Begleiterkrankungen, das Alter?!
    In jedem Fall würde ich auch Sagella einsetzen.
    Eventuell auch mal hier lesen: https://www.dzvhae.de/homoeopathie-fuer-patienten/dossiers/scheideninfektionen/.html

    Viele Grüße

    Kathrin Büke

    Dr. Kathrin Büke
    Administrator
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    als Antwort auf: Pustulöse Psoriasis #2734

    Hallo liebe Frau Richter,
    anhand der Bilder passt P.pust. absolut. Dafür sprechen auch die eingetrockneten Herde, die sich rot abgrenzen. Aber sekundär kann man Erregerbefall nie ausschließen und dann versagen möglicher-weise gut gewählte Therapieverfahren.
    Das Hautbild zeigt aber derzeit keine morphologischen Auffälligkeiten, die den Verdacht erhärten. Aber manchmal kann man auch über die Ausschlussdiagnostik dem Ziel näherkommen. Auf Grund der Anamnese würde ich Ihnen auf jedem Fall Salz 3 (Autoimmun) 6 (Entgiftung) und 10 (Ausleitung) empfehlen.
    Die Möglichkeit mit dem HP finde ich gut, da hier die Ursache sicher tiefer liegt. Da Sie sich ja selbst gerade in einer mehrjährigen homöopathischen Ausbildung befinden haben Sie sicher schon ein gutes Stück Wegstrecke zurückgelegt und wichtige Hinweise für die Mittelfindung und Auswahl erarbeitet.
    Zudem muss man auch den Heilungsverlauf in jedem Fall abwarten, also nicht zu viel gleichzeitig.
    Ich würde Ihnen empfehlen zunächst mal die Gerbstoffe einzubauen. Denn wenn ich es richtig verstanden habe, waren sie Gegenstand der Therapiehistorie aber nicht im aktuellen Betreuungskonzept enthalten. Zusätzlich ausleiten und entsäuern (grob- und feinstofflich), denn… Pso. ist, wie viele chronische Erkrankungen auch eine Säurekrankheit.

    Liebe Grüße
    Kathrin Büke

    Dr. Kathrin Büke
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    als Antwort auf: Pustulöse Psoriasis #2733

    Liebe Frau Dr. Büke, danke für Ihre Hilfe. DH habe ich ausgeschlossen, denn ich habe auch unter der Lupe keine DH-Bläschen gefunden. HK Microsilber hatte nicht geholfen. Die Hand hatte die Kollegin schon als NE anbehandelt. Tinea weiß ich nicht so recht. Haben Sie anhand des Fotos den Verdacht? Die Antlitzdiagnose gab nur Hinweise auf Nr. 8. Übersäuerung und 6 kann ich nicht sehen. Familiär ist gar nichts zu holen. Keine atop. Diathese, keine PSO. Patientin nimmt keine Medikamente ein. Diagnose nur durch Blickdiagnose, keine Biopsie. Rezeptur bisher vertragen, kann nach 1 Woche noch keine Wirkerfolge berichten. Der nächtliche Juckreiz beeinträchtigt Patienten weiterhin sehr. Homöopathie habe ich ihr schon „angedroht“. Schicke ich dann aber zum Heilpraktiker.
    Friederike Richter

    Dr. Kathrin Büke
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    als Antwort auf: Pustulöse Psoriasis #2732

    Hallo liebe Frau Richter,
    auf der Basis der vorhandenen Bilddokumente und der beschriebenen Anamnese ist Pso. pust. in jedem Fall mit zu berücksichtigen. Grundsätzlich müssen Sie aber auch an DE und Tinea denken. Letzteres sogar sekundär auf Grund der dermalen Vorschädigung. DE steht im engen Zusammenhang mit Rauchen und Stress. Auch Atopiker neigen dazu. Wurde die Pso als Blickdiagnostik erhoben oder hat eine Hautbiopsie stattgefunden. Gibt es in der Familie bereits Autoimmunerkrankungen oder gar die Pso?
    Ich würde die Empfehlungen von Frau Mill unterstützen. Eventuell statt Dermasence Zincutan doch KHA Hydrogel Mikrosilber. Müssen sie sicher ausprobieren. Hat beides Vor- und Nachteile.
    So wie es aussieht, gibt es einen möglichen Zusammenhang zum Infekt, der letztendlich dann zur erneuten dauerhaften Krankheitsmanifestation geführt hat. Ich würde daher noch stärker ans Ausleiten mit 6, 9 und 10 denken. Wird allerdings länger dauern, da schon wieder viel Zeit seit April 2013 verstrichen ist. Antlitzdiagnostik für die Auswahl heranziehen. Sie können auch gern ein Foto mit Vorschlägen schicken. Sie machen ja sehr gute Fotos.
    Auch topisch in Form von Bädern, dann liegt der Schwerpunkt zunächst auf 1,3,4,5 .
    Was sagt die Begleitmedikation (Frage nach Nebenbaustellen, wie Bluthochdruck)?
    Urea schließt sich in diesem Zustand aus. Das ist o.k. Rzp. eventuell statt Olive > Avocado und mal Lavendel (10gtt auf 100g) testen, sofern die angegebene Rezeptur jetzt nicht schon den gewünschten Erfolg bringt. Aufgrund der Hautregion ggf. Wasser dazu. Eichenrindenbad beibehalten. Milchsaures Milieu ist gleichermaßen gut ggf. im Wechsel.
    Rubisan® könnte noch ergänzend eingesetzt werden. Wirkung vergleichbar mit Dithranol ohne die entsprechenden NW. Therapieerfolg ist nach ca. 3 Wo zu erwarten. Sonst bleibt nach beschriebener Schocksituation als weiteres komplementäres Therapieverfahren noch die Homöopathie nach den klassischen Regeln.
    Liebe Grüße

    Dr. Kathrin Büke
    Administrator
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    als Antwort auf: Krätze #2728

    Hallo liebe Frau P., der Krätze vorbeugen kann man nur bedingt. Die Milben sind ja ca. 30 min auf der Hautoberfläche und graben sich dann ein. Die Milbendichte pro Person liegt bei ca. 10 Tieren. Hautreaktionen sind erst ca. 3 Wochen nach Befall sichtbar. Was nicht wirklich dazu beiträgt, dass man hier schnell reagieren kann. „Insgesamt ist die Ansteckungsgefahr bei der Krätze allerdings relativ gering. Nur Kinder, ihre Mütter und das Pflegepersonal in Altenheimen, Krankenhäusern und anderen Pflegeeinrichtungen sind aufgrund des relativ intensiven Hautkontakts bei der Körperpflege, beim Spielen und beim Kuscheln mit dem Kind stärker gefährdet.“ Bei kurzen Körperkontakte erfolgt aber eher keine Übertragung. Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit sind… 1. engen Hautkontakt meiden 2. sorgfältige Körperhygiene (erschwert die Ausbreitung und Vermehrung) 3. Bettwäsche, Handtücher und Kleidungstücke möglichst heiß (ab 60 – 95 °C ) waschen 4. Hautpartien, die häufig befallen werden, beobachten Angst hat viel mit Halb- oder Unwissenheit zu tun und ist durchaus verständlich. Grundsätzlich kann man eine Übertragung nicht verhindern, ein Restrisiko bleibt. Liebe Grüße Kathrin Büke

    Dr. Kathrin Büke
    Administrator
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    als Antwort auf: Sebopsoriasis? #2182

    Liebe Frau Richter
    im beschriebenen Fall glaube ich eher nicht an eine Kombi mit dem SE, sondern vielmehr an eine Pso im Gesicht, die auch eher selten ist. Die Sebumwerte sind im Referenzbereich. SE würde drüber liegen. Gerade die Pso kann manchmal schon sehr ähnlich aussehen.
    Das plötzliche Absetzen von Kortison wird den Schub ausgelöst haben.
    Dass keine Gelenk- und Nagelbeteiligung ist, gut mit 24 Jahren… wir werden sehen.
    Betamethason im Gesicht geht ja gar nicht. Ich will dazu nichts weiter sagen….

    Reinigung :
    Stiproxal weg – Sagella oder ggf. Lactacyd derma oder Lin. aquosum mit 10gtt. Lavendel

    Rzp. Optimierung:
    Nachdem Sie ja die bewährte Rzp mit Dex/ZnO bereits im Einsatz hatten evtl. mal Gesicht 2 versuchen.
    Gesicht 2
    Allantoin 0,2
    Glycerin 10%
    Aqua 10-20g
    Basis DAC

    Kopfhaut:
    Urea 10% Lotion (Verträglichkeitstestung) über Nacht einwirken lassen. Am nächsten Tag mit Eucerin 5% Urea auswaschen
    Zusatz:
    Gerbstoffe für die entzündlichen Stellen beibehalten
    Ausleiten und Immunregulation mit Schüßler 3-6-10 (große Wasserflasche über den Tag) und ggf. Probiotika.
    TCM Entgiftungsansatz – Patient kann wählen zwischen IngwerWasser oder Brennnessel oder Scharfgarbe als Tee.
    Wann begann denn das Drama, kann man einen Auslöser erkennen?
    Stress bedeutet Übersäuerung – Säurelast reduzieren Basica + Schüßler 9+10
    Abends 4+12 – Entlastungsmischung
    Bei Pso ggf. mal Schüßler 18 anpeilen – wirkt allgemein stoffwechseldämpfend – bremst destruktiv übersteigerte Prozesse (ergänzt 3+5+8) und dämpft die Zellteilungsrate bei Psoriasis.
    Auch Kalium arsenicosum und Selenium sind wertvolle Ansätze.
    Nach der Antlitzdiagnostik würde ich erst mal ausleiten also 3-6-10 und die 18 bemühen.
    Hoffe, diese Ideen helfen weiter. Am Ende entscheidet der Patient, was er nutzen möchte.

    Liebe Grüße

    Dr. Kathrin Büke
    Administrator
    Beitragsanzahl: 18

    Hallo liebe Frau Müller,
    Brustekzeme im Zusammenhang mit Neurodermitis sind leider sehr typisch.
    Wichtig, BH ohne Naht und aus reiner Baumwolle! Jeglichen Schnickschnack kann die Patientin in der Zeit vergessen. Keine Spitze oder Synthetik.
    Leinenläppchen als Wundauflage, mehrlagig einsetzen (z.B. Betttuch oder Taschentuch). Kann man auskochen und immer wieder verwenden. Stilleinlagen, einseitig mit einer BW Beschichtung sind auch möglich.
    Um das Ankleben zu verhindern auf das Leinenläppchen eine dünne Schicht Lin. aqu.N SR
    Die Brust mit Gerbstofflsg. 2xtgl. abtupfen und gleichzeitig auch zum Ablösen des festgeklebten Wundverbandes einsetzen. (z.B. Schwarzer Tee)
    Zur Reinigung Sagella blau, zur Pflege, wenn die Haut nicht mehr näßt ist Basis DAC mit Dexpanthenol 5%/ ZnO 1%; 10% Wasser, 10% Glycerol geeignet. Sonst zunächst die genannten Bestandteile in Lin.aq.N SR einarbeiten. (Anwendung max. 10 Tag, dann auf Basis DAC wechseln)
    Milchsaure Zubereitungen (z.B.Buttermilch) fördern auch die Wundheilung und schüzten vor Infektionen.

    Soviel von mir.

    Einen schönen Tag und herzliche Grüße

    Kathrin Büke

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